Quelle: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Sabine Olthof
Das kann ein altes Gehirn besser als ein junges
Liebe Leserin, lieber Leser,
landläufig herrscht die Meinung vor, dass die Gehirnleistung
im Alter abnimmt. "Stimmt nicht", sagt der populäre Arzt Dr. Michael Spitzbart. Die Gehirnfunktionen älterer Menschen seien keineswegs naturgegeben schlechter als die junger Menschen. In gewisser Hinsicht sei sogar das
Gegenteil der Fall. Ein gut trainiertes altes Gehirn habe gegenüber einem jungen durch seine Erfahrung durchaus Vorteile.
"Gut trainiert" ist allerdings wohl die entscheidende Voraussetzung bei diesem
überraschenden Vergleich der Gehirne. Wer sein Gehirn ein Leben lang fordert, hat nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gute Chancen, dass sein "Oberstübchen" auch ein Leben lang gut aufgeräumt bleibt.
Mithin ist
ein Nachlassen der Gehirnleistung bei älteren Menschen keineswegs automatisch gegeben, sondern in der Regel nur die Folge von zu geringer Inanspruchnahme. Leider beanspruchen nämlich viele ihr Gehirn im Ruhestand automatisch nicht
mehr ausreichend und verfallen somit in eine tückische mentale Passivität. Aber gerade beim Gehirn gilt - wie die Angelsachsen sagen - besonders der Erfahrungssatz "Use it or lose it" ("Gebrauche es oder verliere
es").
Es lohnt sich also, bis ins hohe Alter hinein an seiner Gehirnleistung zu arbeiten. Folgt man Dr. Spitzbart, dann gibt es sogar eine ganze Reihe von Vorzügen eines alten Gehirns gegenüber einem jungen:
- · Ältere Menschen haben mehr Verknüpfungen im Gehirn: Das heißt, das Gehirn älterer
Menschen ist erfahrener, selbst wenn es manchmal "vergisst", in welcher "Schublade" es gerade seine Erfahrungen hinterlegt hat. Mit 60 Jahren verfügen Sie zum Beispiel ungefähr über viermal soviel Wissen wie
ein Mensch, der gerade 20 ist. Dieses Wissen ist bei älteren Menschen oft auf eine ganz besondere Art miteinander verknüpft, die völlig neue Erkenntnisse zulässt. Denken Sie nur an den Begriff "Altersweisheit".
- · Ältere Menschen haben den Überblick: Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass
junge Menschen zwar einzelne Tatsachen sofort verstehen, weil die Botenstoffe in ihrem Gehirn sehr aktiv sind. Ältere sind dagegen bei einzelnen Dingen nicht so schnell, haben aber den Blick mehr auf das Ganze gerichtet. Sie
handeln mithin umsichtiger, weil sie die Gesamtlage besser durchschauen.
- · Ältere Menschen machen seltener Fehler: Wissenschaftler des Instituts für
Arbeitsphysiologie der Universität Dortmund haben bei einem vergleichenden Test von einer Gruppe zwischen 55 und 65 Jahre alten Menschen und 18- bis 25-jährigen Menschen festgestellt, dass die Älteren insgesamt die gestellten
Aufgabe zuverlässiger erledigten als die Jungen. Der Grund: Hatten Ältere einen Fehler gemacht, zögerten sie bei der nächsten Aufgabe, um genauer zu überlegen, wie die Sache richtig läuft. Das senkte ihre Fehlerquote gegenüber
den forscheren jungen Probanden insgesamt deutlich.
- · Ältere Menschen sind besser gelaunt: Erstaunlich, aber offenbar wahr ist wohl auch
diese Erkenntnis. Eigentlich dürfte es demnach den "alten Griesgram" gar nicht geben, denn in den Gehirnen älterer Menschen bleiben negative Eindrücke weniger stark haften als bei den jungen, weil Ältere sich
intensiver an das Positive erinnern als die Jugend.
- Wenn Sie genauer wissen wollen, wie Sie Ihr Gehirn im Alter fit halten können, empfehle ich
Ihnen das Magazin "Dr. Spitzbart's Gesundheitspraxis". Egal in welchem Alter Sie beginnen, die Gesundheits-Empfehlungen umzusetzen - mit
den Empfehlungen von Dr. Spitzbart bringen Sie sich körperlich und mental in Top-Form.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!
Ihre
Sabine Olthof
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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