Tipp
Thema Lernstrategie. Ohne Strategie oder mit der falschen lernt man unter Umständen zwar viel aber oftmals nicht das, was nützlich ist. Viel lernen, heißt außerdem nicht automatisch, sich auch an das Gelernte zu erinnern, da es
meist an Wiederholungs- möglichkeit an der praktischen Umsetzung, Englisch zu SPRECHEN, mangelt.
Beim Sprachenlernen war und ist es in Schulen (auch Sprachschulen) typisch, je nach Level, ausnahmslos alle Zeiten
und die Grammatik zu pauken. Dabei zeigen Praxis und damit auch die Einwohner eines englischsprachigen Landes oder die Mitarbeiter(innen) eines Unternehmens dort, dass man natürlich nicht alle Zeiten ständig benötigt. Manche
oft, einige selten. Meist sind die selten genutzten sogar die, welche am schwierigsten zu erlernen sind.
Noch bedeutender ist neben dem Neulernen jedoch die zeit- und energiefressende Tatsache, dass diese Zeiten, da
sie seltener verwendet somit auch automatisch weniger trainiert und geübt werden. Sie lassen sich, wenn überhaupt, zu langsam aus dem Gedächtnis abrufen, also weniger spontan sprechen.
Weniger Training lässt sie schwierig
erscheinen. Manche Zeiten sind so unangenehm, dass sie von denen, die die Sprache trainieren möchten, wie Aussätzige behandelt werden. Ein Teufelskreis.
Die strategische Frage lautet nun:
Warum soll man diese
sprachlichen Elemente lernen UND trainieren, wenn sie relativ selten benötigt werden?
Ziel ist es also, möglichst nur genau das sprachlich zu lernen, zu trainieren und damit zu KÖNNEN, was Muttersprachler ebenfalls zu 90% anwenden. Dass Sie nach und nach sprachliche Sahnetupfer aufsetzen und sich perfektionieren, bleibt Ihnen unbenommen. Konzentrieren Sie sich jedoch - wie immer im Leben und im Job sinnvoll - zuerst auf das Wichtigste: Das brennende Problem zu lösen. Spontan Englisch SPRECHEN zu können.
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