Haben Sie eine Bewerbungs-Strategie?

So finden Sie den Job, der Ihren Stärken und Fähigkeiten am besten entspricht. Alle Tipps kostenlos auf dieser Website. Verbessern Sie Ihre Chancen durch eine optimierte Bewerbung mit der für Sie richtigen Strategie.

Warum Strategie? Die meisten Menschen sagen spontan: “Ich brauche keine Strategie, ich brauche einen Job”. Wenn ich aber nicht weiß, wohin ich wirklich will, kann ich die Richtung und den Weg nicht finden und bestimmen. Ich bleibe Spielball anderer Menschen, des Glücks oder Schicksals, je nachdem, wen man verantwortlich machen möchte.

Die genannten Tipps und Strategien gelten nicht nur für Berufseinsteiger und Hochschulabsolventen sondern  können grundsätzlich von jedem Menschen erfolgreich angewendet werden, der neue berufliche Perspektiven sucht.

 

Verfolgen Sie Ihr Ziel systematisch,

mit der richtigen Strategie und mit der meist immer nötigen Ausdauer, werden Sie es auch erreichen. Mit der richtigen Vorgehensweise wurde und wird selbst aus schwer vermittelbaren Bewerbern ein aktiver Berufstätiger.

 

Strategiepunkte:                       

  1. Welche Stärken (positive Eigenschaften) habe ich?                 
  2. Welche Tätigkeit macht mir besonders viel Spaß?                       
  3. Welchen Nutzen bringen Sie mit Ihren Stärken oder Schwächen anderen Menschen.
  4. Die Zielgruppe.                                
  5. Welche Institutionen, Firmen, Vereine könnten für mein Arbeitsgebiet interessant sein?   
  6. Jede Zielgruppe lässt sich wiederum in Teil-Zielgruppen unterteilen:                  
  7. Verfolge ich beruflich wirklich das für mich richtige Ziel?            
  8. Gemeinsam am Erfolg arbeiten.

Diese Website beantwortet Ihnen nicht die üblichen Bewerbungsfragen sondern möchte Sie ermutigen, Ihre eigene optimale Strategie zu entwickeln. Denn ein altes Zitat sagt: Wer immer das tut was er schon immer tat, bekommt das, was er schon immer bekam.

Wie wichtig neben Ihrer beruflichen Qualifikation und Ihrer Strategie Ihre Softskills (charakterlichen Fähigkeiten) sind, lesen Sie hier:

 

Diplom: 1,0 - 30 Bewerbungen und doch kein Job

oder: Soft-skills - der Schlüssel zum Erfolg für Berufsstarter". Es ist überall bemerkbar, man kann es sehen, Unternehmen und Institutionen leiden mittlerweile darunter. Mehr und mehr Menschen sind immer weniger konzentriert bei der Arbeit, lassen sich durch Nebensächlichkeiten ablenken, die Fehlerhäufigkeit steigt. Ärger und höhere Kosten sind die Folge. Trend: Nach oben.

Konzentrationsfähigkeit ist nur eine der Softskills, der “weichen Fähigkeiten”. Elternhaus, Schule, Universität zielen heute auf eine gute Ausbildung auf Wissen, die sogenannten “hardskills”.

Die meisten Beteiligten, vor allem aber die Absolventen selbst denken darüber nach, dass sie nicht als “Wissensbehälter” Geld verdienen können, sondern nur dann, wenn sie dieses Wissen konstruktiv mit anderen teilen, vernetzen und mit diesem Wissen Probleme lösen, Nutzen bieten, Wünsch erfüllen.

 

Fehlen banale softskills, wie Pünktlichkeit

und Ordnungssinn, beginnen die Probleme im Berufsalltag, wenn mehrere Personen in einem Meeting aufeinander warten oder wichtige Dokumente nicht auffindbar sind. So gesehen gibt es die “cloud” schon immer. Irgendwo - man blickt suchend gen Himmel - werden die wichtigen Unterlagen schon sein.

Im Jahr 2015 schätzten leitende Mitarbeiter bei Arbeitnehmern, die aus dem Ausland einwanderten, die enorme Leistungsbereitschaft und sind darüber begeistert. Was nützt also ein 1.0-Absolvent, der ständig mit angezogener Handbremse durchs Unternehmen irrt.

Ohne etwas schwarz malen zu wollen, fehlt es immer mehr Menschen an sozialer Sensibilität. Das und mangelnde Kommunikationsfähigkeit wirkt negativ bei Kunden, Partnern und Kollegen. Konfliktlösungsfähigkeit und eine selbstkritische Denkweise ist immer seltener anzutreffen. Selbstverständlich gilt dies nicht für alle Menschen, jedoch leider für immer größer werdende Gruppen.

 

Was nützt es also, viel zu wissen, hoch qualifiziert zu sein,

wenn ich nicht in der Lage bin, immer wieder entstehenden Probleme mit Kollegen, Kunden oder Partnern  kreativ und konstruktiv zu lösen. Manche Menschen ticken heutzutage regelrecht aus, wenn sie nicht permanent gelobt werden. Eine kritische Anmerkung, selbst wenn sie konstruktiv geäußert wurde, wird nicht selten mit Krankheit am nächsten Tag quittiert, nach dem Motto: Sollen die Kollegen doch mal sehen, wie sie ohne mich auskommen und sich Kritik das nächste Mal verkneifen. Manchmal funktioniert das sogar eine Weile, bis die Kollegen gerne dauerhaft auf den Kollegen verzichten.

Schon 2004 bat mich der Leiter einer Fachhochschule, einen Vortrag zu halten, um damit die Hochschulabsolventen für dieses Thema zu sensibilisieren. Bei der Betreuung seiner Absolventen fiel ihm immer häufiger auf, dass oftmals gerade die besten, mit sehr guten Abschlüssen, nach einigen Bewerbungs-Interviews noch immer keine Festanstellung fanden.

Wenn Sie an der Verbesserung Ihrer Softskills arbeiten, werden Sie allein schon dadurch bessere Karriere-Chancen haben als Menschen mit guter Qualifikation und mangelhaft entwickelten soft-skills. Nicht umsonst gilt der Grundsatz, dass Menschen mit guter Sozialkompetenz und damit verbundenem guten Netzwerk mit relativ wenig fachlicher Qualifikation eine schneller und leichter in Top-Positionen kommen als Menschen mit guter Qualifikation und schlechter Sozialkompetenz, da sie vereinfacht gesagt zwar fachlich genial dafür aber oft auf Konfrontationskurs sind und sich ihre Entwicklungschancen immer wieder selbst verbauen.

Kommen wir zu wichtigen Punkten, die oft bei der Jobsuche vernachlässigt werden, weil man noch nicht systematisch darüber nachdachte oder aber immer alles so macht wie immer, weil man nachlässig ist, das Nächstbeste sucht oder sich aber treu auf den nächsten Fallmanager des Job-Centers, früher Arbeitsamt verlässt

 

1. Erkennen Sie Ihre persönlichen Stärken? 

Fragen Sie auch andere. Welche Stärken erkennst du in mir? Wie erkenne ich meine persönlichen Stärken? Kennen wir diese, bauen wir sie geschickt in die Nutzenstrategie für das neue Unternehmen mit ein.

2. Ihre Bewerbungsstrategie. Nutzen + Soft-Skills + Qualifikation = Job

 

3. Diplom 1! Soft-Skills 5? Bitte warten ...   

Wer unterschätzt die Bedeutung der Soft Skills? Fast alle. Deshalb können Sie mit Alleinstellungsmerkmalen punkten, wenn Sie gezielt daran arbeiten. Kenntnisse und Fähigkeiten bezüglich der Soft Skills und der limbische Instruktionen helfen uns, unsere Chancen wesentlich zu verbessern. Nicht nur bei der Einstellung sondern im Verlauf unserer gesamten beruflichen (Karriere) und persönlichen Entwicklung. Warum Intuition/Gefühl bei einer Entscheidung den Kampf gegen Verstand/Wissen gewinne

 

4. Personalchef: Freund oder Feind?

Wie erlebt und sieht der Personalchef Sie und wie sehen Sie ihn. Wie und was können Sie aktiv und vor allem für Sie positiv gestalten? Wie bestimmen meine Sichtweise, mein Handeln und mein Auftritt die Chancen?  Viele Menschen schreiben Bewerbungen nicht an Menschen, sondern an Unternehmen. Den Unterscheid erkennt man am Textstil. Also schreiben Sie immer an EINEN Menschen.

5. Wer entscheidet über Ihre Einstellung? Gefühl oder Verstand?
   
6. WANTED: Anpassungsfähig und trotzdem authentisch (Wer es nicht ist, kann es noch werden) Anpassungsfähig sein heißt nicht automatisch sich selbst und eigene Werte  aufzugeben. Aber wir können Timing und Strategie optimieren, wann wir was wem sagen. Erkennen, wann wir widersprechen sollten und wann nicht.

7. Selbst lenken - statt gesteuert werden. Wie nutze ich das Unterbewusstsein anderer Menschen für Einstellung und Karriere? Know-how der limbischen Instruktionen erkennen und nutzen. Warum handeln andere und ich so wie sie handeln und nicht anders. Was kann ich voraussehen was nicht?

Möchten Sie Ihren Berufs-Einstieg erleichtern, vor allem aber erfolgreich und kurz gestalten? Dies ist das Ziel dieses Vortrages in den nächsten 45 Minuten.

Strategie – Stärken – Soft Skills

1. Ihre Stärken

Warum brauche ich persönliche Stärken, wenn ich intelligent und qualifiziert bin?

Sie,  - Ihre Persönlichkeit bestehen nicht nur aus Ihrer Qualifikation sondern aus eigenen und ererbten Charaktereigenschaften - Gewohnheiten, Fähigkeiten, Stärken -  und Schwächen.

Können Sie diese Eigenschaften ausprägen oder unterdrücken? Teilweise ja. Was Sie auf jeden Fall können: - Auf jeden Fall können Sie Ihre Stärken und Schwächen unterschiedlich intensiv darstellen und sich damit eindeutig von anderen unterscheiden – von denen, die farblos „nur“ ihre Qualifikation vorzuweisen haben. Zur Folie: Was nützen Navigationskenntnisse wenn wir nicht klettern können?

Hier wirkt ein elementares Naturgesetz:  - Nur was Ihren Stärken entspricht, tun Sie wirklich gern. Und nur was Sie wirklich gern tun, tun Sie wirklich gut. Nur auf diesen Gebieten werden Sie tatsächlich überdurchschnittlich kompetent und überzeugend. Sie sind interessierter, lernen schneller und intensiver. Sie sind überzeugender und erfolgreicher bei Bewerbung und im Job als die, die mit halber Kraft und wenig Überzeugung auftreten. - Personalentscheider bemerken dies in wenigen Minuten.

Nur wenn Ihre Stärken, Ihre Soft Skills  - über die wir noch sprechen werden – und Ihre Qualifikation aus einem Guss sind, steigen Ihre Erfolgschancen. -

Überlegen Sie also vorher: - Was - will  - ich  - wirklich?  Entspricht mein angestrebtes Berufsfeld mit all seinen Begleiterscheinungen, - tatsächlich meinen Stärken?

Können Sie mir mehr als 3 Ihrer persönlichen Stärken nennen? -

Fallen Ihnen nur 2-4 Stärken ein? - Viele Ihrer Stärken sehen Sie wahrscheinlich als selbstverständlich an!? - Sie sind es aber nicht. Weil Ihr Nachbar garantiert nicht genau die gleichen Stärken hat wie Sie. Es wird hier im Saal keine 2 Menschen geben, die genau die gleichen Stärken und Schwächen in identischer Ausprägung haben. - Somit ist jeder von Ihnen einzigartig. - Und das sage ich Ihnen nicht als Pfarrer sondern als Unternehmer und Berater.

Suchen Sie deshalb sehr gezielt nach Ihren persönlichen Stärken, - fragen Sie einfach andere danach. Diese Methode ist so einfach wie wirkungsvoll! Fragen Sie Freunde – Kollegen - Familie, Vereins- und Sportsfreunde. Jeder wird Ihnen bekannte aber – und das ist das Besondere -  jeder wird Ihnen überraschende Stärken nennen.

Aber - Vergessen Sie Ihre Schwächen nicht. Der Aufwand, Schwächen wegzutrainieren ist oft riesig und ineffektiv. Teilweise sind sie auch Teil unserer Persönlichkeit. Machen Sie sich bewusst: Die Schwäche in der einen Branche – kann eine Stärke in einer anderen Branche sein. der korrekte Buchhalter in der Werbeagentur - der Kreative in der Buchhaltung

Einfacher und wirkungsvoller ist es,  wenn Sie mit Ihren Stärken überzeugen und Ihre Schwächen akzeptieren – soweit möglich. Trotzdem sollten wir uns unserer Schwächen bewusst sein und sie ehrlich in unsere Strategie, zu der wir jetzt kommen, einfließen lassen.


2. Strategie / Nutzen bieten
Sie haben schon in einigen Unternehmen gearbeitet und sicher haben einige von Ihnen bereits eine Strategie, einen Plan entwickelt, wie sie ihre gesetzten Berufsziele erreichen können und wollen.

Werden Sie in der Wirtschaft mit offenen Armen empfangen - prima. Oder haben Sie heißumkämpfte Wunschunternehmen oder – Branchen als Ziel. Es gibt genau eine Lösung um den harten Wettbewerb zu umgehen, aus der Masse aufzutauchen:  Unterscheiden Sie sich klar und eindeutig von anderen.

Sie müssen hier keinen Wettbewerb ausrichten, sehr wohl aber zu anderen Hochschulen. Schon immer gab es Hochschulen, deren Absolventen zu den besonders Erfolgreichen gehörten. Wenn Sie sagen, das sind wir sowieso schon, dann können wir diese Situation jetzt noch festigen und ausbauen.

Wie unterscheiden wir uns nun aber von anderen?
Wir unterscheiden uns in unserer Darstellung, aber auch durch unsere individuelle Strategie. Ihre persönliche Strategie kann sich schon dadurch unterscheiden, dass Sie sich über Ihren eigenen Nutzen, den Sie einem Unternehmen bieten wollen, konkrete Gedanken machen. Wolfgang Mewes der berühmte Kybernetiker und Erfolgsforscher formuliert das so:

Profis bewerben sich nicht nach dem Gießkannenprinzip sondern konzentrieren Ihre Kräfte auf  wenige oder ein Wunsch-Unternehmen und wissen soviel wie möglich über dieses. Produkte, Produktion, Organisation, soziale Ausrichtung, Corporate Identity, Wirtschaftslage usw. Widerstehen Sie der Versuchung, verzetteln Sie sich nicht. (nach dem Motto Viele Bewerbungen, viele Chancen)

Bahnen Sie gezielt Kontakte an, nicht allein mit der Personalabteilung, sondern konkret dort wo Bedarf entsteht. Die jeweiligen Unternehmensbereiche und Abteilungen. Erfolgreiche Mitarbeiter, die ich kenne, haben nie irgendwo Ihre Karriere begonnen, sondern immer dort, wo sie unbedingt hinwollten. Deshalb recherchieren wir, analysieren die Informationen und setzen die Ergebnisse in unsere Strategie um.

Die wichtigste Frage: Warum will ich genau in diesem Unternehmen arbeiten? Die Antwort ist wichtig für uns, für unsere Überzeugungskraft, für unsere Ausdauer - für unsere Bewerbung und - für unser Einstellungsgespräch. Je mehr Informationen Sie haben, desto  gezielter kann Ihre Strategie sein, desto überzeugender treten Sie auf und desto klarer wird dem Personalleiter Ihr Nutzen.

 
3. Soft-Skills

Die Herausforderungen wachsen. Ihre fachliche Qualifikation wird vorausgesetzt. Künftig gelten vor allem Soft Skills – die sogenannten weichen Fähigkeiten - als die kritischsten Faktoren für Einstellung und späteren Erfolg.

Wo aber liegt das Problem? Soft Skills wurden bisher kaum und  erst jetzt zaghaft in Hochschulen vermittelt. Schwachpunkt noch immer: Gelehrt heißt nicht gelebt. Soft Skills sind Fähigkeiten, die trainiert werden müssen, solange sie nicht ausgeprägt sind.

Ihre fachliche Qualifikation ist OK.  Wie beurteilen Sie die Qualifikation Ihrer Persönlichkeit? Nach aktuellen Studien, die in Unternehmen durchgeführt wurden (z.B. LexisNexis) sind Soft Skills wie Kommunikationsbereitschaft, Eigenmotivation und Teamfähigkeit die Schlüsselqualifikation. Stärken also, die nicht auf dem Papier stehen. –

Früher legten Personalchefs Wert auf fachliche Qualifikation, heute ist es die individuelle Persönlichkeit der Bewerber/innen – Ihre Persönlichkeit.

Warum? - Eine uralte Weisheit spricht sich auch bei Managern wieder herum: Nur wenn 100 Mitarbeiter an einem Strick ziehen, sind auch 100, nämlich das ganze Unternehmen erfolgreich. Arbeiten 100 hochqualifizierte Mitarbeiter aufgrund mangelnder sozialer Fähigkeiten gegeneinander oder ziehen nebeneinander an 100 verschiedenen Stricken – Bingo für den Misserfolg. Die vielen Knoten können Sie förmlich spüren.

Sind Soft-Skills oder auch “Heart Skills” nur leere Schlagworte?  Nein - immer weniger wird der Intelligenzquotient (IQ) immer mehr der Grad der emotionalen Intelligenz (EQ) wesentlich. Warum? Weil mehr und mehr Menschen heute soziale Fähigkeiten fehlen. Grund: Die gesellschaftliche Entwicklung, Erziehung – oder auch keine - , Individualismus, das ICH-BIN-DER-MITTELPUNKT-Denken.

Was wir heute hochtrabend Soft Skills nennen praktizierte früher jeder Landwirt. Auf dem Feld mit anderen Arbeitern, in der Großfamilie, im Wirtshaus in der Kirche. das selbstverständliche Schwätzchen wird heute in Small-talk-Seminaren trainiert. Warum? Weil einfachste Grund-Fähigkeiten in den letzten 30 Jahren z.Teil in den Familien nicht mehr vermittelt wurden. Trotzdem sind Sie wichtig, Grundlage, unabdingbar im Beziehungsnetz Unternehmen. Was zuhause, in Schule und Uni normal scheint, erschreckt 40-jährige Chefs und 50-jährige Kunden. Aber nur einmal - und das auch nur kurz.

Tatort Bewerbungsgespräch: Beobachten Sie Bewerber/innen, die ihr Wissen, ihre Qualifikation unter Beweis gestellt haben. Fragen Sie sie  nach ihren Soft Skills lehnen diese sich entspannt zurück als ob das heikelste Thema bereits hinter ihnen läge. Tatsächlich liegt es aber vor ihnen – man geht davon aus, Fähigkeiten zu haben, über die man tatsächlich gar nicht verfügt. Das fällt erfahrenen Personalern an hunderten Signalen, die Sie aussenden auf. Im Bewerbungsschreiben - im Telefongespräch - beim Bewerbungstermin.

Aber:  Verloren gegangene emotionale Intelligenz, Soft Skills können wir lernen und trainieren. Im Gegensatz zu den Soft-Skills ist Wissen vergleichbar - bewertbar. Charakter oder Persönlichkeit zu präsentieren – Sie – und einzuschätzen – Personalchef – ist nach wie vor schwierig, vor allem weil wenig Zeit zur Verfügung steht und es nur eine Chance gibt.

Haben Sie Sozialkompetenz - ? Da sagt man doch gerne und schnell mal JA! Gemeint ist aber, wirklich verstehen und verstanden zu werden - zu informieren, seine Meinung offen zu vertreten und dabei die Persönlichkeit des Gesprächspartners zu berücksichtigen. Aber: Um wirklich verstehen zu können, muss man auch zuhören können....  Fast jeder behauptet dies von sich, nur wenigen gelingt es tatsächlich -  sich so in eine andere Person hinein zu versetzen und sich so auszudrücken, dass diese genau das versteht was ich meine.

Jeder Mensch sieht die Welt durch seine persönliche Brille,  jeder Mensch erlebt Situationen und Fakten anders. Wann zeigt sich dies? In schwierigen und heiklen Gesprächsphasen zeigt sich, ob wir sozial sensibel sind, Einfühlungsvermögen haben. Bemängele ich beispielsweise das Verhalten eines Mitarbeiters, zähle banal seine fehlenden Kenntnisse auf verfehle ich mein Ziel. Die Kritik wird überhört, der Mitarbeiter ist beleidigt. Die Möglichkeit auf Verbesserung habe ich verspielt.


Wie verpacke ich die Kritik also menschlich verträglich so, dass sie positiv aufgenommen wird und somit produktiv wirken kann?
Wichtig in der Alltagskommunikation ist also nicht so sehr WAS gesagt wird              sondern Wie es gesagt wird.
 

Beim „Wie“ entscheidet sich, ob mein Vorschlag, meine vielleicht geniale Idee, mein Wunsch vom Gesprächspartner akzeptiert wird. Sehr auffällig mittlerweile, dass Freundlichkeit oft mit Einschleimen verwechselt wird. Aus einem: Ja, gerne!“ wird dann schnell ein „Warum gerade ich?“ oder  „Nicht mit mir!“  Wer unter dieser Einschleim-Psychose leidet, hat es natürlich schwerer als andere. Manche Menschen wundern sich bis ins hohe Alter, warum immer nur sie Probleme haben, obwohl sie immer ehrlich sind und deshalb zu jedem  „Du Depp“ sagen. Ein „Hallo, wie geht´s!“  wäre ihm schon zu angepasst und heuchlerisch.


Was hört der Mensch am liebsten? ---  Lob! - Ja  - er giert förmlich danach. Wie oft aber wird gelobt? Überlegen Sie einmal, wann Sie das letzte Mal gelobt wurden?! Oder – wann Sie selbst das letzte Mal jemanden gelobt haben? 

Menschen, die Sie loben, werden Sie immer willkommen sein. Sie freuen sich schon auf Sie. Klar - Positive Gefühle suchen wir auf, negative vermeiden wir. Genetisch einprogrammiert und niemand kann sich dem entziehen. Ehrlich sollte das Lob aber immer sein. Gibt es immer Anlässe? - Wenn Sie kreativ sind, JA.

Selbst Chefs und sogar Akademiker freuen sich über ein offenes, spontanes Lob und sei es nur wegen der heute so chicen Krawatte, auch wenn sie es als „Kopfmenschen“
meist lieber nicht zugeben, verbessert es das Arbeitsklima.

Ehrlich ist natürlich auch   „Ach, heute tragen Sie aber mal einen schönen Schlips“  Sie merken: Die Kunst der Soft Skills liegt darin, die Balance zwischen Ehrlichkeit und motivierender Einfühlsamkeit auf geniale Weise zu verbinden. Für Ihre berufliche Entwicklung ist sie unabdingbar.

Eine mir bekannte Projektleiterin sagte kürzlich nach Durchführung eines Projektes das unter Zeitdruck und viel Mitarbeiterengagement beendet wurde zu Ihrem Vorgesetzten: „Jetzt müssen Sie die Leute aber auch mal richtig loben!“ Daraufhin ging dieser in das Großraumbüro bedankte sich, lobte alle und sagte dann zu meiner Bekannten: Vielen Dank, dass Sie mich erinnerten, daran denke ich nie, obwohl ich eigentlich weiß wie wichtig es ist. - Auch hier erkennen Sie fehlende Sozialkompetenz.

Was Ihnen selbst unwichtig erscheint, kann für Ihren Gesprächspartner sehr wichtig sein und umgekehrt. Auch daran zu denken, bedeutet Einfühlungsvermögen.


Selbstreflexionsbereitschaft
Denken Sie manchmal über Ihr Verhalten anderen gegenüber nach? Wir bekommen ständig Rückmeldungen von anderen Menschen, Freunden, Bekannten, im Beruf von Kollegen oder Vorgesetzten. Stimmt unser Selbstbild mit deren Wahrnehmungen überein? Ist das, was ich tue ok? Für mich vielleicht, aber wie empfinden es andere?

Auch wenn wir uns selbst nicht überkritisch gegenüberstehen sollten, ist unser Verhalten nicht immer nur gut und richtig. Mobbing, - auf der Stelle treten oder Karriere? Suchen Sie es sich aus. Seien Sie bereit, lassen Sie sich anregen, bleiben Sie fähig zur kritischen Selbstwahrnehmung und ggf. zur Kursänderung.


Lösungen suchen, statt Probleme zu nennen? Neue Wege gehen, verschiedene Sichtweisen einnehmen! Probleme und Konflikte sind nicht von vornherein negativ. Statt Vorwürfe, Konsens und Lösungen entwickeln. Worin liegen die Ursachen des Konflikts. Grundsätzlich vermutete oder tatsächlich vorhandene Probleme, Konflikte offen ansprechen. Auch unterschwellige, verborgene Ängste, Vermutungen und Neid führt zu unnötigen Reibungsverlusten, die Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Im Team, in der Zusammenarbeit mit erfahrenen Kollegen ist dies in der Praxis aber oft ein Drahtseilakt. Nichts fürchtet der Mensch im letzten Drittel seiner Karriere mehr als Veränderung. Jeder, der diesen Status Quo in Gefahr zu bringen versucht, muss mit Gegenmaßnahmen rechnen.


Was entscheidet zu mehr als 80% Ihre berufliche Entwicklung?
Wie Sie sich auf andere Menschen einstellen können. Inwieweit ist es Ihnen möglich mit Kollegen unterschiedlichen Alters die gleiche Wellenlänge zu finden?

Kennen Sie intelligente, hochqualifizierte aber unter Wert verkaufte Spezialisten? Vielleicht einige. Kennen Sie Menschen mit weit geringerer Qualifikation in Top Positionen in Wirtschaft und Politik sind? Bestimmt viele. Mit fachlicher Mittelmäßigkeit in Spitzen-Positionen bedeutet: Gut kommunizieren, soziale Fähigkeiten also ausgeprägte Soft Skills besitzen und über ein gutes Netzwerk verfügen.

Je besser Ihr persönlicher Informations-Ticker arbeitet und – noch wichtiger – je besser  Sie die Infos analysieren und umsetzen desto leichter und schneller werden Sie sich beruflich weiter entwickeln.

Gerade als Unternehmer rate ich Ihnen: Entwickeln Sie Sozialkompetenz, entwickeln Sie die Fähigkeit, zuhören zu können. Sprechen ist leicht, zuhören sehr schwer.

Wirtschaftlicher Erfolg wird immer mehr vom Sozialverhalten der Mitarbeiter gegenüber Kollegen, Chefs, Kunden und Geschäftspartner abhängen. Gerade als Außenstehender Berater erlebe ich oft, wie wenig über  verschiedene Hierarchieebenen kommuniziert wird. Informationen werden zurückgehalten, Projekte torpediert, weil es trotz oder wegen des Meeting-Manie nicht zu sozialen Gesprächen kommt. Im Klartext: Was nützt der von Firmenleitung geplante neueste, tollste Service,  wenn ihn der Verkäufer nicht anbietet, weil er persönlich ihn ablehnt?            

Kontaktstärke ist heute gefragt,  Fähigkeiten, Netzwerke und Beziehungen aufbauen und zu pflegen. Seien Sie offen, sprechen Sie mit anderen Menschen. Wem es schwer fällt – auch das können Sie gezielt trainieren. Wenn nicht bereits geschehen, fangen Sie jetzt an, bauen Sie sich ein Netzwerk auf. Pflegen sie diese Kontakte, gehen Sie in Vorleistung damit Sie, wenn nötig auf die Kooperation anderer zurückgreifen können.


Teamfähigkeit
Worin erkennen wir Teamfähigkeit?  Wir erkennen sie in gemeinsamen Zielen und Spieregeln, in gemeinsamen Werten und angemessenen Wir-Gefühlen. Wie gehen wir mit anderen in einem Team um? Können wir uns selbst und andere integrieren? Wie reagieren wir bei Konflikten? Wollen wir sie lösen, uns ängstlich zurückziehen oder sie emotional geladen ausfechten? Konzentrieren Sie  sich auf die Sache selbst, vermeiden Sie Vorwürfe, Vermutungen. Entwickeln Sie statt dessen alternative Lösungen. Kompromisse schließen heißt hier auch Interessen und Vorschläge anderer zu berücksichtigen.

Zeigen Sie Leistungsbereitschaft? Zeigen Sie, dass Sie kein Mensch sind, der Dinge passiv erledigt, sondern, dass Sie Aufgaben aktiv angehen?  Merken andere, dass Sie bereit sind, Energie in den Job zu investieren. Eine unbedingte Voraussetzung für einen Job und für  beruflichen Aufstieg. Damit punkten Sie klar.

Immer häufiger höre ich von Personalentscheidern: Warum ist dieser Bewerber eigentlich hier? Sein Engagement  und seine Leistungsbereitschaft können wir ahnen, Ansprüche und Einschränkungen aber nennt er gleich heute beim Namen: Er ist kein Vormittagsmensch, abends aber möchte er pünktlich weg wegen des Sports, er sagt auch gleich was ihn nervt und mit welchen Menschen er gar nicht zusammen arbeiten kann. Er nennt das Offenheit. Wie Personalchefs das nennen, sage ich an einem so schönen Abend nicht.

Denken Sie wirtschaftlich? Unternehmer träumen gerne von unternehmerisch denkenden und handelnden Mitarbeitern - wünschen es sich auch schon mal zu Weihnachten.

Wollen Sie sich positiv abheben, sich mit der Philosophie des Unternehmens identifizieren? Sind Sie bereit, sich für das Unternehmen einzusetzen und dessen Interessen möglichst "gewinnbringend" zu vertreten? Ja? - Toll: Kostensparend gedacht! Meist denken Mitarbeiter daran, wie sie möglichst viel aus dem Unternehmen herausholen können. Dass Sie mit umgekehrten Absichten positiv erlebt werden und damit auch unentbehrlicher werden liegt auf der Hand.

Ich habe einen fachlich mittelmäßigen Mitarbeiter, der einen positiven wirtschaftlichen Einfluss auf unser Unternehmen hat. Konkret: Er spart mehr ein als er kostet. Ihn behalte ich auch in wirtschaftlichen schlechten Zeiten. Selbst dann, wenn seine Arbeitsqualität nicht topp ist. Der wirkliche Nutzen dieses Mitarbeiters liegt so eindeutig bei dieser Eigenschaft und bietet einen eigenständigen Nutzen und Wert, weit weg von Qualifikation und Wissen.


4. Personal-Chef. Freund oder Feind?

Frage ans Publikum: Warum wollen Sie arbeiten?“ - Manche antworten: Dumme Frage! Natürlich, weil ich Geld verdienen will – oder „arbeiten muss man wohl“ oder Karriere, Ziele erreichen, Wünsche erfüllen sind weitere Gründe.

Personalberater sagen, dass diese Gründe sogar in Vorstellungsgesprächen genannt werden. Ist es aber das Ziel eines Unternehmens, dass Sie persönlich dort Ihre Wünsche erfüllen?

Vorzeichenwechsel also: Ihr Grund und Ihr Ziel muss es sein, dem Unternehmen Nutzen und Vorteile bieten zu können. Wenn Sie diese Einstellung haben, erkennt man diese bei Ihrem Vorstellungsgespräch sofort genauso wie im umgekehrten Fall.

Inwieweit unterscheiden Sie sich aber tatsächlich bei gleicher Qualifikation von anderen BewerberInnen? Warum sollen sich Personalchefin, Personalchef  ausgerechnet für Sie entscheiden? Ganz einfach: Durch Ihre Persönlichkeit.

Stellen Sie an geeigneter Stelle die offene Frage: Welche Eigenschaften erwarten Sie von mir? (Dann kann ich Ihnen sagen, ob ich diese Wünsche erfüllen kann und (überzeugend) will.) Auffällig und Achtung: Je offener, jovialer das Gespräch, desto mehr plaudern Sie selbst aus dem Nähkästchen. Bleiben Sie realistisch: Ist es für den Personalchef wirklich wichtig, welche Wünsche und Ziele Sie persönlich haben?

Sehen Sie Personalentscheider nicht als Ihren Feind, den Sie austricksen müssen sondern als Partner, mit dem Sie eine gute Lösung für das Unternehmen finden möchten, mit Ihnen als Mitarbeiterin. Diese Vorstellung hilft Ihnen, entspannter und lösungsorientierter mit der Vorstellungssituation umzugehen.

Trotz hoher Arbeitslosigkeit finden wir immer weniger geeignete Mitarbeiter. Vom Zahnarzt bis zum Unternehmer höre ich: Nein, ich habe noch keinen gefunden. „Nur Schrott!“ sagt der eine oder „Wie sich manche am Telefon melden“ Solche Leute kann ich doch nicht auf meine Kunden loslassen.“ Interessant - denn keiner dieser Bewerber  kam überhaupt dazu, seine fachliche Qualifikation unter Beweis zu stellen.

Es ist also immer noch wichtig, sich gut zu benehmen. Von Knigge, dem Benimmpapst sprechen wir schon lange nicht mehr, aber zumindest Basiswissen ist angesagt. Immer mehr Menschen wissen immer weniger, wie man sich korrekt benimmt, vor allem generationsübergreifend und interkulturell ist dies bedeutend. Wie betrete ich einen Raum, wann und wie schüttele ich die fremde Hand, stehe ich auf, bleibe ich sitzen um nur die banalsten Punkte anzusprechen.

Prüfen Sie Ihr Know-how und Ihr Verhalten selbstkritisch, es wird früher oder später entscheidend wichtig sein. Denken Sie immer daran, so wie sie sich im Moment präsentieren setzt Sie die Phantasie der Personalchefin, zusammen mit Kollegen oder Vorgesetzten in Meetings, sieht und erlebt Sie in ihrer Vorstellung zusammen mit Kunden ...  – Es ist immer schade, wenn begabte, qualifizierte Leute an solchen
sozialen Basics scheitern.
 
Was fürchtet ein Personalchef unterbewusst am meisten? Eine falsche Entscheidung zu treffen. Falsche Entscheidung bedeutet Kritik für ihn, hohe Kosten, zusätzliche Arbeit, Demotivation ...

Wären nur Qualifikation und Wissen bei der Einstellung zu bewerten, wäre für ihn alles einfach. Wichtig aber ist der Mensch mit dem Wissen. Denn mit ihm und seinen menschlichen Eigenschaften werden Ergebnisse, Lösungen, Projekte entwickelt - Gewinne oder Verluste erwirtschaftet.

Bemitleidenswerte Personalentscheider und –entscheiderInnen  müssen  sich also gut absichern um mangelnde Soft-skills auszuschließen.

Wie können Sie diese unbewussten Ängste zerstreuen? Garantieren dass sie unbegründet sind? Oft nennen Bewerber/innen Eigenschaften, die keinen erkennbaren Nutzen bringen, es werden Lösungen angeboten für die es gar keine Probleme gibt.

Statt dessen sollten wir offen fragen, welche Lösung er braucht? Wie stellt er oder sie sich die Idealbesetzung vor? Sind die gewünschten Fähigkeiten erfüllbar, können Sie diese ausführen und konkret anbieten. Mit offenen Fragen erfahren Sie überraschenderweise oft mehr als erhofft.

Ihr Aussehen steuert das Verhalten Ihres Gesprächspartners ebenso wie umgekehrt, selbst wenn sich der Verstand dagegen wehrt und abwiegelt: „Es ist unwesentlich wie er aussieht, schau mal was er für einen Super-Abschluß hat!“

Der 1. Eindruck zählt nach wie vor. Ein einfaches, jahrtausendealtes Verhaltensmuster
steuert uns, um in sekundenschnelle Freund von Feind zu unterscheiden und so unser Überleben zu sichern. Je mehr äußere Merkmale unseres Gegenübers mit unseren eigenen übereinstimmen, desto sympathischer finden wir ihn. Merkmale sind z.B. Kleidung, Sprache, Geruch, Aussehen, Hautfarbe, Sprache.
  
Je weiter sie abweichen, desto größer wird die oft unbewusste Ablehnung. Bei Fremden hebeln Sie diese Freund-/Feind-Kennung unter anderem einfach und banal so aus: Sie tragen die gleiche Kleidung wie er!  Je treffender Ihnen das gelingt, je mehr gaukeln Sie „dem Reptilienhirn“ in uns vor: „Ich gehöre zu deiner Sippe!“; „Du kannst mir vertrauen!“; „ich bin wie du!“ So baut sich ein Vertrauensvorschuss auf, Sie vermeiden unangenehme Unsicherheit und sorgen statt dessen für schnelle Orientierung.

Die Kleidungsfrage ist also nach wie vor aktuell. Optisch angepasst heißt noch lange nicht nicht angepasst zu denken. Wer´s nicht glaubt, bedenke trotzdem: Individualität ist teuer erkauft, wenn der Wunschjob an einen anderen geht, dessen 1. Eindruck passt. Sie haben meist nur eine Chance sich zu präsentieren. Nur eine Chance hat übrigens auch der Personalchef. Eine Chance, Sie schnell und richtig einzuschätzen.

Mit der Zahnbürste überzeugen.
Intuitive Störer sind grundsätzlich unangenehme Gerüche oder auch Farben - für den Bereich Duschen oder auch nicht gibt es heutzutage Extra-Seminare.

Versuchen Sie darauf zu achten, dass wegen Ihnen niemand Gewohnheiten aufgeben oder unterbrechen muss, die Gesprächsbasis leidet darunter. Wartezeiten, unklare, komplizierte Bedienungen, Pläne, Umwege oder Mehrarbeit, Unbequemlichkeit. Bitte nicht, auch nicht wenn es Ihnen jemand anbietet. Sobald es real wird, fühlt der andere sich unwohl, verbindet das Unwohlsein intuitiv mit Ihnen.

Lassen Sie Ihren Gesprächspartner nie verlieren. Wenn wir auch nicht, wie in Fernost gleich „unser Gesicht verlieren“, so sind wir immer der Verlierer wenn wir aus einem Vorstellungsgespräch als “Gewinner” eines Streitgesprächs hervorgehen. Schön wenn es zu einer Win-Win-Situation kommt, wenn beide, Personalchef und Sie Gewinner sind – dann nämlich wenn es zur Einstellung kommt.

5. Wer entscheidet über Einstellung? Gefühl oder Verstand?
Mein Verstand kann sagen, dieser Mensch ist qualifiziert. Wenn ich mir aber schwer vorstellen kann mit ihm angenehm zu kommunizieren, wenn ich ihn mir schlecht in bestehenden Mitarbeiterteams vorstellen kann, wenn ich vor
meinem geistigen Auge eben erlebte Eigenschaften als Problem für das Unternehmen sehe – bei aller Qualifikation: Mein Bauch, mein Unterbewusstsein wird erst zweifeln und dann NEIN sagen.

Es ist banal aber eine Fähigkeit .... Freundlichkeit und lachen. Ein lachendes Gesicht entspannt und baut Aggressionen ab. Einige langzeitarbeitslose Damen vergangenen Herbst waren nicht einmal imstande mir vor Seminarbeginn freundlich Guten Tag zu sagen. Statt dessen ein muffeliges „Morgen“. Über Qualifikation brauchten wir hier gar nicht erst sprechen. Welches Unternehmen möchte so negativ eingestellte, unfreundliche Menschen im Unternehmen sehen.

Wir wissen heute, dass die fürs Unternehmen so wichtige Kommunikation zwischen Menschen ausbleibt, wenn sich jeder Mitarbeiter überwinden muss, den anderen anzurufen, zu treffen, weil „die Chemie“ nicht stimmt.

Lächeln vermittelt u.a.: Mit mir könnt Ihr tagtäglich gut zusammenarbeiten. Also: Gefühlsebene vor Sachebene. Helfen Sie mit, eine gute Atmosphäre zu schaffen, bzw. zu erhalten. Nicht selbstverständlich aber wirkungsvoll: konkrete Handlungen, wie z.B. eine freundliche Begrüßung und die Zauberworte Bitte und Danke signalisieren: Du bist mehr für mich als nur ein Rad im Getriebe, das zu funktionieren hat. Ich akzeptiere Dich als Persönlichkeit und bringe Dir Respekt entgegen. Wer diese Einstellung überzeugend lebt, kann auch ein Lob authentisch und glaubwürdig rüberbringen. Jeder Mensch möchte etwas Besonderes sein.

Neu im Unternehmen: Erkennen Sie Erfahrungen und Leistungen bereits langjähriger Kollegen an. Gehen Sie nicht von Anfang an, wie oft beobachtet auf Kollisionskurs. Grundsatzdiskussionen stellen bei Einstellung der Einstellung oft eine Gefahr dar, wenn Sie Personalentwickler oder Chef noch nicht gut einschätzen können. Auch er kennt Sie noch nicht und so haben selbst gute fachliche Argumente  in Bezug auf das menschliche Empfinden einen negativen Beigeschmack nach dem Motto: Er  hat zwar recht, aber er ist mir unsympathisch. Bedenken Sie, dass der Mensch evolutionsbedingt grundsätzlich bequem ist und deshalb vorhandene Denkmuster und Gewohnheiten beibehalten möchte. Aus dieser Sicht stellen neue Mitarbeiter mit zu abweichenden Grundsätzen und Denkweisen eine potentielle Gefahr für die bisherige Gemeinschaft (Personalchef, Firmenleitung, Kollegen) dar.

Diese Gemeinschaft muss sich vorstellen können, wie sie mit Ihnen täglich als Mensch auskommt. Der Personalchef-Kopf kann sagen: Super-Qualifikation, den nehmen wir, letztendlich entscheidet aber sein Gefühl, seine jahrelangen Erfahrungswerte ohne dass der Verstand noch einbezogen wird. (neueste neuronale (?) Untersuchungen) Umgekehrt hilft natürlich bei einem hochdotierten Job das beste „Gefühl“ nichts, wenn die Fakten, die Qualifizierung nicht stimmen.


Finden Sie gute Gründe begeistert zu sein – und zeigen Sie es. Ihre Begeisterung springt über, denn sie verspricht dass Sie Ihren Job engagiert und deshalb gut tun werden. Aber hüten Sie sich vor aufgesetzter Begeisterung und Aktionismus. Unternehmer und Personalchefs können zwischen ehrlicher, tiefer Begeisterung und oberflächlicher, kurzlebiger Euphorie recht gut unterscheiden.
 


6. WANTED: Anpassungsfähig und trotzdem authentisch
Ich bin wie Du - aber völlig anders. eindringender Appell: Du sollst anpassungsfähig sein!!! Löst das bei Ihnen auch Alarmsignale aus?  „Ja - Protest, ich bin ich. Ich bin ein Individuum, ich will authentisch bleiben, ehrlich zu mir selbst und zu anderen ...ich – äh - ich -  ich -

Hören auch Sie immer nur ich?
Wenn wir in einer Gemeinschaft überleben wollen ist es sinnvoll, uns an die Erwartungen anderer und an wechselnde Situationen und Anforderungen anzupassen.  Das Dinosaurier-Beispiel will ich nicht wieder bemühen. Anpassen und trotzdem charakterstark und authentisch zu sein, müssen sich nicht ausschließen.  Wir können auf unseren Einstellungen beharren, aber wir können auch erwägen, sie mal zu überdenken oder gar zu ändern, wenn dies unser „Gesamt-Lebensbild“ nicht völlig zerfließen lässt. . – Anpassungsfähigkeit kontra Warteschleife.

7. Selbst lenken - statt gesteuert werden.     
Die Erkenntnisse warum wir zu 70% tatsächlich und erkennbar noch immer so denken und handeln wie unsere Reptilien-Vorfahren verdanken wir Hirnforschern, wie z.B. Herrn Dr. Hans-Georg Häusel. (Hirnforscher und Erfolgsautor)

Treffen wir Entscheidungen gilt: Intuition schlägt Ratio: Warum? Um überleben zu können müssen wir zum Beispiel in Gefahrensituationen schnell und intuitiv entscheiden können. Wir alle wissen: Wenn der Bär bereits im Unterholz knackt ist keine Zeit, lange und umständlich rational alle Fakten zu bedenken, Für und Wieder abzugleichen, keine Zeit und Gelegenheit im Internet zu recherchieren.

Bei dieser Begegnung aber auch bei einer Vollbremsung zum Beispiel. sind schnellste spontane Entscheidungen gefordert. Unser Gehirn speichert Millionen positive wie negative Erfahrungen und Empfindungen, Eindrücke als positive oder negative Marker. Steht eine Entscheidung an, simpel oder schwerwiegend, gleichen wir die Informationen mit unseren positiven oder negativen Markern ab und – entscheiden zu 70% - intuitiv.
 

Selbst rational gesehene Vorteile werden so meistens von der Intuition (z.B. auch Angst) überdeckt. Tatort Wirtschaftsleben: Beobachten Sie täglich, dass schlechte Entscheidungen im nachhinein künstlich mit Argumenten rechtfertigt werden. Warum? – Man glaubt es kaum - weil die Entscheidung eigentlich intuitiv getroffen wurde, während Hansi Müller glaubt, es hätten knallharte Fakten dazu geführt.

Bewiesen ist: Unser Reptiliengehirn klammert sich an harte Zahlen, selbst wenn sie unsinnig sind. Tatort Banken: Wie oft wurden die Sicherheiten großer Unternehmen unverhältnishoch eingeschätzt ohne Prüfung, nur weil die Zahlen gut wirkten. Kungelei und Intuition statt harter Fakten.

Unserer Reptilienhirn, das uns überwiegend  steuert  - dies ist auch bei Atomphysiker und Akademikern so -  reagiert auf Reize. Positive Reize, Lob, gutes Essen. Positive Gefühle suchen wir - negative dagegen vermeiden wir. Grundsätzlich gilt bei allen positiven Reizen: Mehr von allem! – das können Sie aber nachvollziehen, kennen Sie von gutem Essen, Trinken und Sex.

Unsere Vererbung, unsere Erziehung unser Hormonhaushalt lässt uns einprogrammierte Bahnen fahren. Weichen wir etwas von diesem ab bemerken wir Unlust. Weichen wir stark davon ab Ärger, Wut oder Angst. Sind wir jünger überwiegen die Dominanzinstruktionen, das zeigt sich, wenn  (zeigen) er nachts mit dem Auto nach Hause fährt, im Tes-tos-tero-nessa-Stil überholt oder beim Bungee-Jumping. Spektakulär muss es sein, Reisen, Events, Veränderung, Fortschritt, der Wunsch nach Abwechslung, suche nach prickelnden Erlebnissen ...

Erwiesen ist auch umgekehrt – alles ist natürlich relativ – dass bei älteren Männern die  Risikobereitschaft stark abnimmt und sogar unter die der Frauen sinkt. Auch das lässt sich täglich beobachten. Eine starke Kraft in uns lässt uns gerne neue Informationen ignorieren,  - wenn Sie nicht in unser Konzept passen – sie lässt uns möglichst viele Gewohnheiten aufzubauen und diese beibehalten.

Weitere Befehle: Vermeide jede Gefahr, jede Veränderung, Störung, Unsicherheit.  Strebe nach Stabilität. Optimiere Energiehaushalt und vergeude nicht nutzlos Energie.- Bequemlichkeit - Auslöser f. Furcht und Angst. Wunsch gesund zu bleiben. Alles was dient, Störungen, Probleme, verunsichernde Fragen zu vermeiden ist willkommen.

Erklärung müssen nicht wissenschaftlich sein, sie müssen einleuchtend sein. All das zu wissen nutzt uns  aber nichts, wenn wir dieses Wissen nicht gezielt anwenden. Das können Sie demnächst, wenn Sie einem jungen Personalleiter Stabilität verkaufen und einem älteren Personalchef umwälzende Veränderungen androhen.

Bei Frauen ist Balance-Instruktion wesentlich ausgeprägter als bei Männern. Sie streben eher nach Harmonie, Geborgenheit, sind  weniger risikobereit, überlegter, und auf sozialer Ebene wesentlich aufgeschlossener als Männer, weshalb ihnen ja auch biologisch ein höheres Budget an gesprochenen Wörtern pro Tag zusteht. (60.000 statt 20.000, wie wir von .......... wissen). ----

Änderungsprozesse, gleichgültig wo und mit wem, führen Sie am besten in kleinen in sehr kleinen Schritten durch.  Eine alte, scheinbar bewährte Idee also nie auf den Kopf stellen, revolutionieren wollen. Das weckt Widerstand. Cleverer und limbisch ist es, eingefahrene Ideen, Verfahren zu modifizieren. Faustregel: 10-15% Abweichung werden akzeptiert, da sie die Stimulanz ansprechen. Wenig Neues ist gut - ohne die Balance, Angst vor Veränderung, Verlust, Gewohnheitsänderung negativ zu beeinflussen. Lieber 100 kleine als 1 große Veränderung So unterlaufen Sie den typischen Widerstand.  Missachtet wird dies so oft im EDV-Bereich, Beispiel CustomerRelationship (CRM). neue Projekten werden hier oft von Misserfolg gekrönt, da Änderungen zu groß und eingreifend umgesetzt werden sollen.


Männer streben nach Status. Wer braucht eher einen Mercedes oder Porsche? Wer braucht eher den neuesten, modernsten Kampfhubschrauber?

Nutzen Sie diese Kenntnisse gezielt. Bei der Jobsuche, im Vorstellungsgespräch, bei der Firmengründung.

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