5 praktische Tipps, wie Sie
in Vorstellungsgesprächen überzeugen:


Sina Charlotte Katharina Strupp, Deutsche Debattiermeisterin 2015

Wie argumentiere ich im Vorstellungsgespräch? 

Spontan, trotz Aufregung gelassen und selbstbewusst. Als potentieller neuer Arbeitgeber ist ihr Gegenüber im Vorstellungsgespräch ähnlich gefordert wie Sie. Innerhalb kurzer Zeit muss er einschätzen können, ob Sie für Ihren Wunschjob geeignet sind und zur Firma passen.

Dafür wird er in manchen Fällen nicht nur Ihren Lebenslauf studieren oder sich nach Ihrer Motivation erkundigen, sondern versuchen eine Situation zu schaffen, die für Sie eine Herausforderung darstellt. Er möchte testen, wie gut Sie sich verkaufen können, ob Sie souverän bleiben und sich nicht beirren lassen.

Hierfür gibt es 5 praktische Tipps, die Ihnen helfen werden spontan zu argumentieren und trotz Aufregung gelassen und selbstbewusst zu sein. 

Machen Sie sich bewusst, dass Sie nichts zu verlieren haben. Egal wie sehr Sie den Job wollen und wie viel davon für Sie abhängt - im Moment des Vorstellungsgesprächs ist das völlig irrelevant.

Sie haben es bereits hierhin geschafft. Selbst wenn das Unternehmen sich am Ende für einen anderen Bewerber entscheidet, haben Sie nichts verloren. Im Moment des Vorstellungsgesprächs können Sie nur gewinnen. Dieses Bewusstsein wird Ihnen Kraft geben und Ängste zerstreuen.

Versuchen Sie nicht jemand zu sein, der Sie nicht sind. Vielmehr sind sie heute, in diesem Vorstellungsgespräch, die beste Version Ihrer selbst. Stellen Sie sich der Herausforderung mit einem positiven Gefühl.

Betreten Sie das Gebäude mit aufrechtem Gang und begrüßen Sie Ihren Gegenüber mit einem festen verbindlichen Händedruck. Ihre Sprache ist klar, deutlich und freundlich. Es ist wichtig, dass Sie sympathisch sind, das schafft Vertrauen. Lächeln Sie ihren Gesprächspartner an und schauen Sie ihm ins Gesicht, wenn Sie sich unterhalten. Die positive Reaktion Ihres Gesprächspartners auf Ihre Körpersprache wird Ihnen zusätzlich Sicherheit geben.

Ihr Gegenüber wird Ihnen niemals einfach so eine Frage stellen. Er wird einen Grund haben, warum er sich genau nach dieser Sache erkundigt. Genauso wenig wie seine Frage beliebig ist, darf Ihre Antwort es sein.

Machen Sie nicht den Fehler frei von der Leber weg zu erzählen, was Ihnen auf der Seele brennt. Das wäre unprofessionell. Natürlich müssen Sie nicht jede Frage ihres Gesprächspartners zerdenken, bevor Sie antworten.

Nehmen Sie sich jedoch ein paar Sekunden Zeit, bevor Sie eine Antwort formulieren. Das dürfen Sie - es wirkt gewissenhaft und bedacht. Versuchen Sie zudem auf eine Weise zu antworten, die nicht drei weitere Fragen aufwirft. Hinterfragen Sie Ihre eigenen Thesen stets gedanklich mit einem „Warum?“ und versuchen Sie die Antwort darauf gleich mitzuliefern.

Vielleicht ist Ihr Lebenslauf nicht perfekt und vielleicht erscheinen Sie es auf den ersten Blick auch nicht für Ihren Wunschjob.

Wichtig ist jedoch, dass Sie davon überzeugt sind, dass Sie genau die richtige Wahl sind. Nur dann können Sie auch Ihren Gegenüber überzeugen. Bevor Sie in das Gespräch gehen, müssen Sie sich Ihrer Stärken bewusst sein.

Was können Sie besonders gut? Worin haben Sie Erfahrung? Warum sind sie besser geeignet als andere Bewerber? Bleiben Sie dabei immer ehrlich zu sich selbst. Somit versuchen Sie nicht nur selbstbewusst zu wirken, sondern sind es tatsächlich.

Auf kritische Nachfragen antworten Sie ruhig und souverän und stellen auch Ihrerseits Fragen. Sie und Ihre Kompetenz sind das Produkt, das Sie verkaufen möchten. Werben Sie also für sich!

Sollte Ihnen ihr Gegenüber kritische Fragen stellen oder nachhaken, bleiben Sie ruhig. Hierauf sind Sie vorbereitet.

Machen Sie sich im Vorhinein Gedanken darüber, welche unangenehmen Fragen aufkommen könnten und legen Sie sich eine Antwort zurecht. Dies ist kein Mangel an Spontanität, sondern professionelle Vorbereitung.

Kritische Nachfragen werden Sie auf Aussagen von sich erhalten, die Ihr Gesprächspartner für eine reine These hält, eine Behauptung ohne Argumentation.

Dies ist jedoch kein Problem für Sie, da Sie die Argumentation direkt nachliefern. Ihr Gesprächspartner liefert Ihnen somit eine Chance, ihre Aussage mit Beispielen und Argumenten zu unterfüttern und sie somit zu bekräftigen. Üben Sie Argumentieren gerne vor Ihrem Vorstellungsgespräch.

Wenn Sie dies gut beherrschen, werden Sie überzeugen können und ihrem Gegenüber zudem beweisen, dass Sie auch in Stresssituation rational denken, souverän bleiben und andere von sich, Ihren Ideen und Fähigkeiten überzeugen können. 

Schlüsselqualifikation "Englisch sprechen im Beruf"

Dorothe Johann, Personalreferentin, Köln 


Als Personalverantwortlicher achtet man bei der Bewerberauswahl schon lange nicht mehr nur auf rein fachspezifische Kenntnisse und Qualifikationen. Auch Sprachkenntnisse werden immer bedeutsamer. Besonders in global tätigen Unternehmen ist es wichtig, Englisch nicht nur zu schreiben, sondern sich auch verbal im Englischen gut ausdrücken zu können. 

Ich erlebe es immer wieder, dass Bewerber zwar recht gute englische Bewerbungsschreiben einreichen, im Vorstellungsgespräch dann aber große Unsicherheiten und Lücken zeigen. Oft frage ich mich dann sogar, ob der englische Bewerbungstext tatsächlich vom Bewerber selbst verfasst wurde, oder wie lange er mit leo.org und Co. an dem Text „gebastelt“ hat. Dies macht natürlich keinen guten Eindruck.

Mein Arbeitgeber beschäftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung von innovativen elektromagnetischen Komponenten und Systemen für Anwendungen in Wissenschaft, Energietechnik, Medizin und Industrie. Wir beschäftigen daher hauptsächlich Physiker, Diplom-Ingenieure und Techniker, also alles hochqualifizierte Spezialisten. Das mittelständische Unternehmen agiert weltweit, so dass nicht nur mit Kunden in englischer Sprache kommuniziert werden muss, sondern auch mit vielen nicht-deutschen Kollegen und Subunternehmern.

In den Projekt-Teams kommt es häufig zu Missverständnissen, wenn ein Kollege Defizite in der englischen Sprache hat. Besonders bei Telefonkonferenzen führen solche Defizite in der Aussprache zu Unklarheiten, die mitunter schwere und teure Folgen haben können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter nicht nur in ihrem Fachgebiet exzellent sind, sondern sich auch im Englischen gut mitteilen können.

Ich selbst habe bereits mehrfach meine englischen Sprachkenntnisse bei OK-Englisch-Training aufgefrischt und vertieft. Daher kenne ich den Wert solcher Praxis-Trainings und kann sie zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche sowie zur Unterstützung im Berufsalltag empfehlen. 

"Sie sprechen doch Englisch!?"

Dr. phil. Christopher Maidment, Dozent an der LMU, München 

Dass Englischkenntnisse als Folge der Globalisierung für den Beruf immer wichtiger werden, ist eine Binsenweisheit. Mittlerweile sind selbst kleinere
Unternehmen zunehmend einem scharfen Wettbewerb ausgesetzt – Joint Venture oder Outsourcing sind hier zu Schlüsselbegriffen geworden.
So muss gerade in solchen Unternehmen ein immer größerer Anteil der Belegschaft bis hin zum Techniker und der Sekretärin in der Lage sein,  
sich auf Englisch zu verständigen.

Tatsächlich beherrschen viele Menschen aber nicht genügend Englisch, als dass es sie im Beruf entscheidend weiterbringen würde. Oft ist das
Sprachniveau gerade einmal ausreichend, um einfache Fragen und Antworten zu formulieren.

Dabei spielt hier eine entscheidende Rolle, ob der Gesprächspartner ein „native speaker“ oder ein Ausländer ist, für den Englisch ebenfalls eine Fremdsprache ist. Englisch nimmt hier somit eine „Brückenfunktion“ ein.

Was ist also zu tun? Berufsbezogenes Englisch-Training ist erforderlich, das praktische, situationsbezogene Kommunikation ermöglicht. Dabei
soll gerade die mündliche Ausdrucksfähigkeit im Mittelpunkt stehen. Somit sollte das Ziel des Sprachtrainings weniger in der Perfektion
als vielmehr in effektiver Kommunikation bestehen. Grammatisch korrekte Sätze bilden zu können ist am Ende weniger von Belang,
als die Fähigkeit, das eigene Tätigkeits- und Aufgabenfeld in alltäglichen Kommunikationssituationen wie Besprechungen, Telefon- und
Videokonferenzen oder auch Präsentationen darzustellen.

Gerade die letztgenannte Kompetenz wird von den Stellenbewerbern in erster Linie angestrebt. Schließlich suchen Unternehmen genau solche
Mitarbeiter, die sich möglichst spontan und effektiv mit Kunden oder Mitarbeitern auf Englisch austauschen können.

In diesem Zusammenhang führen immer mehr Firmen Vorstellungsgespräche zumindest teilweise auf Englisch durch. Bewerber gezielt auf diese Situation vorzubereiten ist somit eine weitere Anforderung an praxisbezogenen Englischunterricht. 

"Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit funktioniert nicht…"

Anabel Christian, Englisch-Kommunikationstrainerin für Unternehmens-Training, native speaker.

Seien wir mal ganz ehrlich: Ein Bewerbungsgespräch ist für niemanden eine einfache, durchweg positive Aufgabe. Wie stelle ich mich am besten vor? Was ist wichtig, was ist unwichtig? Was ziehe ich an? Bin ich ausreichend vorbereitet?

Ein immenser Druck baut sich auf, und je näher der eigentliche Termin rückt, desto unsicherer wird man. Man kann sich wahrscheinlich kaum vorstellen, welch unangenehme Situationen sich aus unzureichenden Englischkenntnissen ergeben können. Es ist eine statistisch bewiesene Tatsache, dass Englisch in der heutigen Arbeitswelt immer essentieller wird.

Die meisten Unternehmen fragen den von Ihnen in den Bewerbungsunterlagen angegebenen Wissensstand auch tatsächlich ab. Verhandlungssicheres Englisch heißt nun mal nicht, dass ich mir im Urlaub ein Bier bestellen kann. Diese Einstellung entspricht jedoch genau unserem Stereotyp A: Ein mittelalter, relativ erfahrener, schon einmal in einem internationalen Unternehmen tätig gewesener Arbeitnehmer, mit einerTendenz zur Selbstüberschätzung.

Seine Strategie ist die sich selbst motivierende und aufbauende sowie gleichzeitig entscheidende Situationen herunterspielende Überzeugung und Handlungsweise. „Was soll denn schon passieren“, denkt sich dieser.
Lieber Stereotyp A: Leider irren Sie hier. Personaler, Supervisoren, Englischtrainer und viele andere „vom Fach“ durchschauen Sie sofort. Der vor dem Gespräch noch so unglaublich selbstbewusste Bewerber verlässt den Ort des Geschehens nun eher „klein mit Hut“. Er ist jetzt zwar um eine Erfahrung reicher - aber sicherlich nicht um einen neuen Arbeitsvertrag.

Hinter Stereotyp A reiht sich Stereotyp B ein: Ein meist etwas jüngerer, noch relativ unerfahrener, tendenziell perfektionistisch veranlagter Bewerber. Natürlich bereitet dieser sich akribisch auf das Gespräch vor, und sein Englisch könnte man an und für sich als durchaus passabel bezeichnen. Soweit die Theorie. Nicht selten machen diesem jedoch in der Praxis urplötzlich auftretende Sprachhemmungen, unangebrachte Wortfindungsstörungen sowie die schleichende Panik, „von jetzt auf gleich“ vom Deutschen ins Englische wechseln zu müssen, ein souveränes und professionelles Auftreten schier unmöglich. Stereotyp B verliert die Kontrolle. Keine Spur mehr von Souveränität und Professionalität.

Bereits in der Nacht vor dem „großen Tag“ ist an einen ruhigen und wohltuenden Schlaf nicht zu denken. Auf dem Weg zum Gespräch steigt mehr und mehr ein Gefühl der Unsicherheit und Beklemmung in einem auf, und spätestens zwei Minuten vor Beginn sitzt manschweißgebadet und mit zittrigen Knien vor dem Raum und wartet, bis man aufgerufen wird.

Weshalb ergeht es unzähligen Bewerbern tagtäglich so oder ganz ähnlich? Nun, wir Menschen tendieren im Allgemeinen bekanntlich zu Routinen und Sicherheiten. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, lehrt uns ein Sprichwort. Fällt etwas aus dem gewohnten Rahmen, so kann dies viele Individuen, sowie unsere beiden Stereotypen A und B, völlig aus der Fassung bringen.

Wir stellen fest, dass Gewohnheit und Routine das A und O für ein wirklich selbstsicheres und professionelles Auftreten in solch „außerordentlichen“ Situationen bilden. Was es dazu braucht, ist Übung; am besten unter professioneller, fachlicher Anleitung. Das„Ungewohnte“ zum „Gewohnten“ machen.

Warum also setzt man sich dennoch oft lieber diesem „inneren Martyrium“ vor einem Bewerbungsgespräch aus, als sich rechtzeitig davor die notwendigen Voraussetzungen angeeignet zu haben? Ist es auch hier die Angst vor Neuem, wie zum Beispiel vor der Teilnahme an einem vorbereitenden Training? Oder liegt es vielleicht nochmehr an dem allseits bekannten inneren Schweinehund, den es wie fast immer zu überwinden gilt? Weil man eben doch lieber gemütlich zuhause vor dem Fernseher sitzt?

Im Laufe eines Lebens muss jeder von uns unzählige Entscheidungen treffen, und viele davon fallen uns nicht immer leicht. In diesem Fall müsste die richtige Wahl jedoch auf der Hand liegen…. 

Sprech-Praxis kommt, indem du Englisch sprichst. Immer wieder Grammatik und Vokabular zu lernen unterstützt, trainiert aber nicht deine Sprechpraxis. Spreche und werde sicher.

Info: 0 67 21 - 99 47 41

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Reichen deine Englischkenntnisse für deinen Beruf?

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Reichen meine Englischkenntnisse für den Beruf?


"Vorsicht: Explosionsgefahr. So wird es gemacht: 80 Beleidigungen. Sie beleidigen niemanden?
Upps! Schon passiert, wenn Sie im Beruf Wörter ungünstig wählen oder kombinieren."
Wie geht Englisch schimpfen, beleidigen oder fluchen?