Lernstrategie -
Wie lerne und trainiere ich Englisch effektiv?

... your English-Job-Boosting!

Wie lerne und trainiere ich Englisch effektiv?

Viel lernen heißt nicht automatisch, viel zu wissen. 

Viel zu wissen, bedeutet nicht,  viel zu KÖNNEN. Und schon gar nicht,  Englisch zu SPRECHEN.

Ohne Strategie oder mit der falschen

lernt man unter Umständen zwar viel aber oftmals nicht das, was nützlich ist. Viel lernen, heißt außerdem nicht automatisch, sich auch an das Gelernte zu erinnern, wenn es  an häufigen Wiederholungsmöglichkeiten, also an der praktischen Umsetzung, Englisch zu SPRECHEN, mangelt. 

Beim Sprachenlernen ist es in Schulen noch typisch

(auch in Sprachschulen), je nach Level, ausnahmslos alle Zeiten und die Grammatik zu pauken. Dabei zeigen Praxis und damit auch die Einwohner eines englischsprachigen Landes oder die Mitarbeiter(innen) eines Unternehmens dort, dass man natürlich nicht alle Zeiten ständig benötigt. Manche oft, einige selten. Meist sind die selten genutzten sogar die, welche am schwierigsten zu erlernen sind.

Noch bedeutender ist neben dem Neulernen jedoch die zeit- und energiefressende Tatsache, dass diese Zeiten, da sie seltener verwendet somit auch automatisch weniger trainiert und geübt werden. Sie lassen sich, wenn überhaupt, zu langsam aus dem Gedächtnis abrufen, also weniger spontan sprechen. Weniger Training lässt sie schwierig erscheinen.

Manche Zeiten sind so unangenehm, dass sie von denen, die die Sprache trainieren möchten, wie Aussätzige behandelt werden. Ein Teufelskreis. Die strategische Frage lautet nun: 

Warum soll man diese sprachlichen Elemente überhaupt lernen

UND trainieren, wenn sie relativ selten benötigt werden? Ziel ist es also, möglichst nur genau das sprachlich zu lernen, zu trainieren und damit zu KÖNNEN, was Muttersprachler ebenfalls zu 90% anwenden.

Dass Sie nach und nach sprachliche Sahnetupfer aufsetzen und sich perfektionieren, bleibt Ihnen unbenommen. Konzentrieren Sie sich jedoch - wie immer im Leben und im Job sinnvoll - zuerst auf das Wichtigste: Das brennende Problem zu lösen. Spontan Englisch SPRECHEN zu können.
Erinnern Sie sich? Verzettelung beim Englischlernen vermeiden, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Englisch sprechen lernen ist, auch wenn man in Deutschland oft diesen Eindruck gewinnt, keine wissenschaftliche Hochschuldisziplin, sondern die natürlichste Sache der Welt. Millionen Zwei- bis Dreijährige in englischsprachigen Ländern sprechen diese Sprache und natürlich die älteren. Egal ob dumm oder intelligent, ob ungebildet oder mit Universitätsabschluss. Entscheidend ist nicht das Lernen, denn diese Zweijährigen sprechen Englisch ohne Englischbuch und ohne - man glaubt es kaum - Lehrer/in.

Wesentlich ist, und hier greift unsere Strategie, dass das einmal Gehörte ständig, immer und immer wieder gesprochen wird. Die ersten Male erinnert man sich nicht an das Wort. Die Wiederholung bringt es ins Gedächtnis zurück. Erinnert man sich, wird es noch falsch ausgesprochen. Spreche ich das Wort wieder und wieder (die ständige Wiederholung von wieder ist beabsichtigt) schleichen sich zuerst die groben dann die leichten Fehler mehr und mehr aus und verschwinden.

Nach einiger Zeit der ständigen Wiederholungen gibt unser "träges" Gehirn auf und überführt die Wörter ins Langzeitgedächtnis, wie wir alle wissen. Statt also viel zu lernen, aus Heft und Buch, Theoretisches, bereits Gewußtes immer wieder zu lesen und damit dieses theoretische Wissen immer mehr zu perfektionieren, sollten Sie diese Wörter und Sätze laut sprechen. So aktivieren Sie Ihre Sprechfähigkeit und vermeiden den Zustand des "Trägen Wissens".

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"Träges Wissen" ein Begriff aus der Kognitions- und der Lernpsychologie

bezeichnet laut Wikipedia theoretisch vorhandenes Wissen, das in der Praxis jedoch nicht angewendet werden
kann. Träges Wissen ist zwar abstrakt verstanden worden, kann jedoch nicht auf neue Situationen übertragen und nicht konstruktiv (z. B. zu einer Problemlösung) eingesetzt werden.

Es besteht eine Kluft zwischen Wissen und Handeln. Ein bekanntes Beispiel ist die mangelnde Fähigkeit, Vokabular einer Fremdsprache, das für die Abfrage im Unterricht erlernt wurde, in der konkreten Kommunikationssituation abzurufen."

Unsere Strategie: Mehr SPRECHEN statt lernen, lesen oder schreiben.

Trotzdem: Leichter verstehen wir meist, was andere Menschen schreiben oder uns sagen, das ist klar. Weniger klar ist, dass ich, um das Sprachverstehen zu trainieren, ebenso Texte lesen kann und sollte, die meinen sprachlichen Horizont übersteigen. Grundsätzlich eignen sich hierzu die täglichen NEWS, deren Inhalt man manchmal mit den deutschen Nachrichten abgleichen kann.

Vorzugsweise sollten es britische Nachrichten sein, da der Bezug zu Europa vorhanden ist. US-Nachrichten
betreffen meist nur die USA, sind also recht einseitig und es scheint hier oft, als gäbe es andere Kontinente oder Staaten aus Sicht der USA gar nicht. So fehlt Ihnen meist die Möglichkeit, US-News mit deutschen Nachrichten vergleichen und sie damit besser und  leichter zu verstehen.

Machen Sie sich von vornherein IMMER WIEDER klar, dass alles nur Spaß und Training ist. Sie müssen nicht alles verstehen und werden auch nicht alles verstehen. Das tut aber nichts zur Sache. Sie trainieren, beschäftigen sich mit der Sprache, der Inhalt ist kurzweiliger als manche Lektüre und interessanter als das Englischbuch, obwohl es auch hier mittlerweile sehr gute gibt.

Nach Erich Kästners "Es gibt nichts Gutes: außer man tut es!" nützen die besten Bücher nichts, wenn sie nicht zum Lesen einladen, das beste Online-Training hilft nicht wenn Sie sich keinen Ruck geben und sagen: "Jetzt!" Deshalb sind alle Medien klar im Vorteil, die Sie einfach ins Lesen hineinziehen.

Vor deren Nutzung Sie nicht lange überlegen: jetzt oder später, was meist in ein gar nicht mündet. Überlisten Sie sich selbst. Sagen Sie zu sich: Ich schaue nur mal kurz nach den Nachrichten oder dem Wetter - auf der englischen Website natürlich. Und plötzlich sind Sie mittendrin und lesen intuitiv und auf natürliche Weise, ohne jeglichen selbst auferlegten Druck.

Wenn es nur zwei Minuten sind, ist es gut, sind es mehr, besser. Das genügt. Multipliziert mit jedem Tag eines Jahres ergibt sich riesiges freiwilliges Trainingspotential, das für Sie, Ihre persönliche Entwicklung und Ihr berufliches Fortkommen entscheidend ist. 

Kürzlich traf ich meine Tante aus den USA bei einem Familientreffen. Wir unterhalten uns gerne miteinander, hatten lustige gemeinsame Erlebnisse in den USA und freuen uns immer, wenn wir uns einmal unterhalten können - in Englisch natürlich. Sie spricht ein gutes Englisch, da sie eigentlich "Canadian" ist, wie sie immer sagt.

Canadiens sprechen mit wenig Akzent und sind gut zu verstehen. Unsere Tipps, die wir unseren Teilnehmerinnen geben, kann ich, soweit sie mir während des Gesprächs einfallen, intensiv nutzen. Extensiv nutze ich die Fähigkeit der Umschreibungen, die wir als "Definitions" regelmäßig in unseren Kursen trainieren. Immer wenn mir ein Wort unbekannt oder, mangels regelmäßiger Benutzung, wieder entfallen ist, umschreibe ich das Wort.

Die Kunst dabei ist, flexibel und kreativ zu sein, die Bedeutung des Wortes in knappen, klaren Worten so zu umschreiben, dass die Gesprächspartner wissen, was ich meine. So zweckmäßig und wichtig diese Technik ist, da immer mal Vokabular fehlt, so unangenehm ist es für manche unserer TeilnehmerInnen, diese zu trainieren. 

Wenn Sie etwas lesen, stoppen Sie nicht bei jedem einzelnen Wort,

das Sie nicht verstehen. Quälen Sie sich nicht mit dem Anspruch, jedes unbekannte Wort nachschlagen zu wollen. Das wäre zwar vernünftig und sinnvoll, wird Sie aber das nächste Mal hemmen, spontan hineinlesen zu wollen. Besser etwas oberflächlicher, dafür aber motivierter an die Sache herangehen. 

Denn der Mensch entscheidet überwiegend intuitiv, aus dem Bauch heraus und nicht rational und vernünftig. Und vor allem ist der Mensch eines: Bequem. Und das nicht erst seit vorgestern so, sondern evolutionsbedingt schon sehr lange. Machen Sie sich den Einstieg also sehr leicht.

Der Inhalt weiterer Nachrichten wird sich Ihnen von Woche zu Woche in immer kürzerer Zeit erschließen. Ihr Gehirn arbeit auch nach dem Try & Error-Prinzip. In Ihrem Unterbewußtsein lernt, merkt und verarbeitet es selbstständig Gehörtes, Gesehenes, Gelesenes und Erlebtes, auch ohne Büffeln und Disziplin. Aber Sie müssen daran glauben, es zulassen sowie “es tun”, einschalten und hinein surfen - regelmäßig. Lange Rede - kurzer Sinn.


Ganz am Anfang merkt man die Fortschritte deutlich,

dann, nach einigen Wochen und Monaten, erscheinen die Fortschritte immer geringer, ja man glaubt fast es gäbe sie gar nicht mehr. Das hat einen einfachen Grund. Stellen Sie sich eine auf den Kopf gestellte Pyramide vor.

Die Spitze unten füllt sich mit dem Grundwissen sehr schnell, je weiter Sie aber nach oben kommen desto breiter wird die Pyramide. Ihr Wissen wird auch immer breiter, die einzelnen "Wissen-Scheiben" immer jedoch dünner. Von Mal zu Mal werden Sie nicht nur Neues hören, verstehen, erinnern sondern auch all das abrufen,  was Sie bereits in der Vergangenheit lernten. Es gibt immer mehr zu erinnern, zu wiederholen, im Training zu bleiben.

Ihr Wissen baut sich also tatsächlich nicht so stark auf wie am Anfang,

weil Sie mit Erinnern und Wiederholen immer mehr Zeit verbringen. Absolut vergleichbar mit Menschen, die eine neue Sportart lernen. Man kann sie schnell lernen, systematisch verbessern, ein Spitzensportler wird man aber nie, wenn man nur 1-2 Stunden pro Woche trainiert. Will man wesentlich besser werden, bleibt nur der Weg, die Intensität zu erhöhen. So auch beim Englisch lernen und sprechen.

Es gibt zwei gute Alternativen. Die eine: Man freut sich, dass man kontinuierlich seine Sprachfähigkeiten aufbaut und - das Allerwichtigste - in Übung, im Training bleibt und somit weiter gegen den Strom der Vergessenheit schwimmt und nicht zurücktreibt. Die zweite, wenn man spürbare, erkennbare Fortschritte sucht: Ein zweites Training pro Woche oder unterstützendes Einzeltraining.

Aber auch hier gilt: Lieber regelmäßig einmal pro Woche trainiert als sich selbst und den ohnehin ausgebuchten Terminkalender zu überfordern und von den ursprünglich zweimal pro Woche gebuchten Trainings regelmäßig ein bis zwei sausen zu lassen und sich mit schlechtem Gewissen zu plagen.

OK-Englisch ohne Vokabelpauken.

Nutzen Sie englische Wörter, die Sie aus der deutschen Sprache kennen. Davon gibt es jede Menge. Englische Wörter, beinahe identisch mit dem deutschen sind zum Beispiel: "spectrum - sporadic - spritzer - static - sterile - stoic - strike - strudel - subjective - superlative - symmetry - synchronize - synonym - synthesis - tactical - tirade". 

Also: Einfach merken und - English is easy! Tipp: Kopieren Sie diese Wörter, die regelmässig im Newsletter ergänzt werden in eine Textdatei, damit Sie sie übersichtlich komplett haben. (Fortsetzung in unserem nächsten Newsletter)

Buch trainiert Theorie. Sprechen trainiert Sprechen.

Manche Menschen haben 23 davon. Englischbücher. Arbeitsbücher, Grammatik-Bücher. Können Sie deshalb Englisch sprechen? Nein!
Dazu noch Lektüren unterschiedlichster Art und Herkunft. Die Lesezeichen stecken meist zwischen Seite 8 und 9, manche Menschen kennen den Anfang aufgrund mehrfachen Neubeginns auswendig. Den Mittelteil und das Ende erfahren die wenigsten.

Ein mühsames Unterfangen, dieses Lesen in Englisch. Manche erschrecken sich selbst und sagen zu sich selbst, "ich muß mal wieder lernen", mache sehen es lockerer und sagen "ich muß mal wieder reinschauen". Beiden Varianten ist eines gemeinsam: Das MUSS. Man muss sich überwinden. Die Vernunft sagt du solltest - aber will man es wirklich? Nein!

Dabei mag der Deutsche an sich Bücher. Ein wohliger Schauer macht sich nach dem Erwerb eines Englischbuches breit. Da stehen so viele englische Wörter und Sätze und wenn ich wollte, könnte ich sie lesen, bei Bedarf eine Bedeutung nachsehen, vielleicht etwas lernen - auf alle Fälle aber sind alle Wörter da. Ein beruhigendes Gefühl.

Eine lange Einleitung zugegeben. Dafür ist das Ende kurz: Lesen und lernen unterstützen sicher Ihre Bemühungen Englisch zu lernen. Das Wichtigste ist aber, dass Sie jede Situation, jede Möglichkeit nutzen, Englisch zu SPRECHEN. 

Selbst mehrere Stunden Grammatiklernen und Lesen helfen Ihnen

 bei Ihrem nächsten Gespräch oder Telefonat in Englisch wenig wenn Sie nicht die Fähigkeit des spontanen, freien Sprechens trainieren. Nur durch SPRECHEN lernen und trainieren Sie sprechen und können so den steigenden Anforderungen im Job nachkommen. (wer trotzdem Spaß daran hat, dem seien die englisch-deutschen Lektüren empfohlen, siehe unten)
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"Wie lange dauert es, bis ich Englisch so spreche wie ich es im Beruf brauche?", fragen sehr häufig Interessenten und Teilnehmerinnen. Dies hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab. Gehen wir einmal von der Gruppe aus, die den Trainingsbeginn nicht Monat um Monat verschiebt sondern tatsächlich beginnt. Nutzt diese das Training nur einmal wöchentlich, ist es extrem wichtig, dass sie regelmäßig jede Woche aktiv teilnimmt.

Vierzehntägige "Besuche" bringen in der Regel wenig, es ist wirklich wichtig, alle Menschen, die "Zugriff" auf meine Freizeit haben zu informieren, dass das Englisch-Training für mich, meinen Beruf, mein Einkommen und damit für meine Familie sehr wichtig ist und Priorität hat.

Dann wird mein Englisch-Training von allen Beteiligten unterstützt statt oft - unbeabsichtigt - boykottiert. Abgesehen von Urlaub und Krankheit und wirklich wichtigen Gründen, wegen derer man nicht teilnehmen kann, sind nur durch möglichst unterbrechungsfreies Training sprachliche Fortschritte zu erzielen.

Es ist aber auch eine Frage des Anspruchs an mich selbst und den Perfektionsgrad, den ich erreichen möchte. Diesen sollte niemand zu hoch setzen, da es natürliche Grenzen gibt, an die beinahe jeder Mensch mit wenigen Englisch-Sprech-Möglichkeiten schnell stößt. Mit wem soll man wann Englisch sprechen? Können Sie Englisch mehrmals wöchentlich im Job nutzen, ist dies natürlich positiver, als wenn Sie nur wenige Male im Monat einen "Englisch-Überraschungsangriff" erleben

Konzentrieren wir uns auf einfache, klare Sätze,

sind bei regelmäßigem Training schnell Fortschritte bemerkbar, wenn theoretische Schulkenntnisse in praktisches Sprechen umgewandelt werden und verschüttete Kenntnisse ans Tageslicht geholt und mit Neuem ergänzt werden sollen. Umständliche, verschachtelte Sätze in Bürokratendeutsch ins Englische übersetzen zu wollen, wirkt nur rührend. Dies zur Vollendung bringen zu wollen, dauert mehr als einhundertundzehn Jahre und hilft somit für das aktuelle Berufsleben wenig.

Englisch zu denken oder zu träumen gelingt, aufgrund mangelnder täglicher Englisch-Sprech-Gelegenheiten, wenn überhaupt, bestenfalls während sprechaktiver Auslandsaufenthalte. Die meisten übersetzen einfach ihren deutschen Satz und trainieren Redewendungen. Wer die zu übersetzenden deutschen Sätze optimiert, kann seine dann einfachen, klaren, kurzen Sätze leichter übersetzen als umständliche, lange, verschachtelte.

Aufgabe: Wer grundsätzlich an seiner Kommunikation feilt, wer strategisch vorgeht, braucht weniger zu lernen, hat es beim Sprechen einfacher, ist entspannter und kann mit relativ geringem Vokabular spontan reagieren. Es ist falsch zu glauben, ein riesiger theoretischer Wortschatz und umfangreiche Grammatikkenntnisse seien Lösung und Ziel.

Übermäßiges Wissen aufzubauen und durch ständiges Training andauernd in spontan abrufbereit zu halten überfordert jeden, der Englisch nicht als Muttersprache und nicht als Hobby für sich entdeckt, sondern es schlicht und ergreifend sprechen muss, weil er es im Beruf unbedingt braucht.

Haben Sie auch schon eine der Situationen erlebt, die Sie hier in den Cartoons sehen ... ?